Wettkampfberichte

29.09.2023 Rhein-Main-Cup, Wiesbaden

Für Eva, Jenny, Hanne und Darleen hieß es am 29.09. Tasche packen und ab nach Wiesbaden. Der Rhein-Main-Cup steht vor der Tür! Das erste Auto mit Eva, Darleen und

Adam (Evas Sohn und beider Statik Coach) startete am Freitagnachmittag in Richtung Wiesbaden. Nachdem Eva und Adam kurzfristig umdisponieren und in Darleens Unterkunft ausweichen mussten, rief schon das Abendessen. Nachdem beim Italiener des Vertrauens die Pizzen bestellt wurden kamen auch Hanne und Jenny in Wiesbaden an und bezogen in ihrem Hotel die Betten. Für alle war der Tag früh zuende, denn am nächsten Morgen hieß es um 8.00Uhr Check-In am Hallenbad Kleinfeldchen. Nach und nach trudelten am nächsten

Morgen bekannte und neue Gesichter ein. Der Rhein-Main-Cup ist ein beliebter Wettkampf für Neulinge, so wie unsere Jenny. Nachdem Hanne für alle die Wettkampfpässe und Tauchtauglichkeitsuntersuchungen einsammelte und den Check-In für alle vier Starterinnen gebündelt erledigte, begannen die Ersten schon mit dem Aufwärmen.

Den Start machte Eva, für die es im ersten Umlauf um 9.45Uhr „Official TOP“ hieß. Trotz früher Kontraktionen konnte Adam sie noch eine ganze Weile zum Kämpfen motivieren und sie beendete ihre Statik mit 3.54min auf der Uhr und einem sauberen Oberflächenprotokoll.

Das bedeutet unter dem aktuellen CMAS/VDST-Reglement, dass mit der Hand das gängige OK-Zeichen gegeben werden muss und die Atemwege bis 20 Sekunden nach dem

Auftauchen nicht unter die Wasseroberfläche gelangen dürfen.

Weiter ging es im zweiten Lauf um 9.58Uhr für Hanne. Mit über 70 Jahren lieferte sie mit 4.09min die beste Statikzeit der TSG Porz Starterinnen! Eine sehr schöne und saubere

Statik, trotz dem ein oder anderen Wehwehchen.

Weiter ging es für die Porzer Starterinnen um 10.21Uhr mit einer eher weniger motivierten Darleen. Bereits im Vorfeld war klar, dass Statik bei diesem Wettkampf nicht das Hauptaugenmerk sein würde.  Trotz guter Lagebesprechung mit ihrem Coach Adam war nach 2.44min die Motivation nicht mehr da und sie beendete ihre Statik frühzeitig, aber mit einer weißen Karte. 

Unser Statik-Schlusslicht war Jenny, die im fünften Umlauf nicht nur ihren ersten Start auf dem Rhein-Main-Cup, sondern ihren ersten Wettkampfstart überhaupt hatte! Im Vorfeld hatte sie sich mit ihrem Coach besprochen, der ihr vom Team vor Ort zur Verfügung gestellt wurde. Das Warm-Up fühlte sich gut an und so hieß es um 10.33Uhr „5,4,3,3,1, Official TOP“. Nach einem letzten Atemzug startete Jenny unter den Augen der Judges und ihres Coaches eine zunächst entspannte Statik. Nach vier Minuten ging dann allerdings der Energiesparmodus an und obwohl sie es noch geschafft hat aufzutauchen, hatte sie dann einen kleinen Blackout an der Oberfläche. Dank der schnellen Reaktion und Hilfe von Judges, Coach und Safety war die Situation nach wenigen Sekunden wieder im Griff und Jenny konnte eigenständig die Competition Zone verlassen. Leider bedeutet dies aber eine rote Karte und durch den Blackout auch die Sperre für den Bi-Fins Start am Nachmittag. Kopf hoch, Jenny – mit etwas Übung ist die nächste Karte bei 4 Minuten ganz sicher weiß! 

Alle warteten ganz gespannt auf die letzten beiden Durchgänge. Hier zeigen die Profis aus dem Senior Bundeskader mal, was alles möglich ist. Mit 6.34 und 6.25 holten Josefine Fischer und Fernando Iscar Rüland den Sieg in ihren Kategorien.

Nach einer kleinen Mittagspause für Helfer und Judges ging es 13.30Uhr weiter. Eigentlich wäre hier Jenny an den Start gegangen, was durch ihr Blackout zuvor aber nicht mehr erlaubt war. Den Anfang für die TSG Porz machte also Hanne im fünften Umlauf. Sie startete in der Disziplin Dynamik Bi-Fins. Leider hatte sie in der wichtigen Phase kurz vor ihrem Start Probleme mit Blei und Maske, was natürlich zusätzlichen Stress verursachte. Trotz eines guten Gefühls bei ihrem Tauchgang konnte sie leider nach 50m dank des eingelaufenen Wassers in ihrer Maske nichts mehr sehen und ist sicherheitshalber aufgetaucht. Schade aber angesichts der Umstände eine gute Leistung, die mit einer weißen Karte belohnt wurde!

Um 14.30Uhr hieß es dann für Eva wieder „Official TOP“. Sie startete dieses Mal ohne ihre geliebte Monoflosse in der Disziplin No-Fins – also ganz ohne Flossen. Frei nach dem Motto „50m gehen immer“ machte sie sich also auf den Weg und konnte sich für den schönen Tauchgang bei 65m eine weiße Karte abholen. Schöne Sache! 

Den Abschluss für die TSG Porz machte Darleen, die zeitgleich mit ihrem Ausbilder im Freediving* und Freediving**, Uwe Kiehl , an den Start ging. So klein ist die Apnoewelt! Trotz etwas müder Beine im Warm-Up konnte sie in ihrer Lieblingsdisziplin Bi-Fins einen guten Abschluss im Wettkampf finden. Den entspannten Tauchgang beendete sie bei 111m und holte sich eine weiße Karte. Das bedeutete eine neue PB und viel wichtiger das Überwinden der mentalen Blockade, die sich scheinbar nach dem ersten Wettkampf festgesetzt hat.

Nachdem alle geduscht waren, endete der Wettkampf auch schon, die letzten Masken und Anzüge zusammengepackt und gemeinsam ging es noch ins Restaurant zur Urkundenübergabe. Für manche gab es sogar die zweite Pizza in Folge… Es wurde sich noch eine Weile munter unterhalten, bevor sich das erste Auto mit Eva, Adam und Darleen wieder auf den Rückweg nach Köln machte. Um 23 Uhr wurden sie vom Kölner Dom begrüßt und fielen dann erschöpft in ihre Betten. Hanne und Jenny genossen noch die Nacht in Wiesbaden und sind erst am darauffolgenden Tag zurückgekehrt. Alles in allem ein erfolgreicher und lehrreicher Wettkampftag für die Porzer Apnoistas in Wiesbaden mit den folgenden Ergebnissen: 

Eva: 

Statik: 3.54min

DNF: 65m

Jenny:

Statik: ~4.00min (rote Karte, Black-out)

Hanne:

Statik: 4.09min

DYNb: 50m

Darleen: 

Statik: 2.44min

DYNb: 111m