Wettkampfchronik

11.-12.05.2024 | Deutsche Meisterschaft, Sindelfingen

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Am Wochenende um den 11. und 12. Mai fand die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Apnoetauchen in Sindelfingen statt und auch wir waren wieder dabei!

Bereits am Donnerstag machten sich Eva und ihr Sohn du Coach Adam auf den Weg nach Sindelfingen, um den darauffolgenden Brückentag noch etwas entspannen zu können. Am Freitag machte sich dann auch Darleen auf den Weg. Vor Ort wurden dann schon am Abend vor dem Wettkampf erste Freunde und Bekannte getroffen und ein bisschen beim Abendessen Neuigkeiten ausgetauscht bevor es mal mehr mal weniger zeitig ins Bett ging.

Für Eva ging es am Samstagmorgen direkt in der ersten Disziplin Statik los. Der Wettkampf begann entspannt mit der ersten TOP Time um 10.30Uhr und um 10.42Uhr hieß es dann für Eva im zweiten Lauf „Official TOP“. Sie wurde von ihrem Sohn Adam gecoached, der sie auch im Statiktraining immer begleitet. Leider war es nicht Evas Tag und nach einem super frühen Atemreiz entschied sie sich den Tauchgang schon bei 1.22min zu beenden. Sehr schade aber so konnte sie sich noch für den späteren DNF Tauchgang schonen.

Sowohl Eva als auch Darleen waren zunächst bei der Speed Apnea Disziplin 2x50m angemeldet bei der es darum geht in der schnellstmöglichen Zeit 2x50m zu tauchen. Beide entschieden sich aber aufgrund der sehr kurzen Zeit zwischen zu DNF gegen einen Start.

Leider wurde Eva dann auch noch von Rückenschmerzen geplagt und musste auch noch den DNF Tauchgang absagen. In dieser Disziplin wird ohne Flossen getaucht, sozusagen unter Wasser geschwommen. Für Darleen ging es hier zum ersten Mal am Wettkampfwochende an den Start. Mit ein bis zwei No-Fins Trainings im Vorfeld hatte sie nicht besonders viel Zeit in diese Disziplin investiert. Aber: sie konnte einen ruhigen Kopf bewahren und hat es geschafft sich nochmal über ihre Persönliche Bestleistung hinaus zu steigern. Am Ende standen 82m auf dem Ergebnisbogen mit viel Luft zum Weitertauchen!

Abends ging es dann in unterschiedlichen Grüppchen zum Abendessen. Darleen war trotz ihrer frischen 30 Jahre mit der Jugend- und Juniorengruppe unterwegs und für Eva und Adam ging es mit befreundeten AthletInnen los. Der erste Wettkampftag steckte aber allen in den Knochen und so wurde es ein schöner aber kein langer Abend.

Auch am nächsten Tag ging wieder als erstes Eva an den Start. Im Vorfeld machte sich doch einiges an Aufregung breit. Da half es auch nicht, dass beim ersten Start des Tages auch noch der 3min und 2min Countdown nicht gut hörbar waren. Dennoch konnte sich Eva nochmal gut fangen und hat dann richtig Gas gegeben! Am Ende standen 123m auf dem Zähler was nochmal eine Steigerung zu ihrer knapp zwei Wochen alten PB ist. Herzlichen Glückwunsch zu der super Leistung!

Nach einer kurzen Pause ging es dann auch für Darleen in ihrer Lieblingsdisziplin und der letzten Disziplin des Wettkampfs an den Start – Dynamik Bi-Fins. Auch sie war vorher recht aufgeregt, da sie hoffte an ihre Trainingsleistung anknüpfen zu können. Das Aufwärmen lief, wohl wegen der Nerven, eher nicht so gut aber das tat der Leistung scheinbar keinen Abbruch. Nach einem nicht ganz Wohlfühlstart konnte sie bei etwa 75m ihren Rhythmus finden und von da an übernahm dann die Trainingsroutine. Ziel war es an ihre bestehende PB heranzutauchen und vielleicht sogar darüber hinaus. Das gelang ihr auch und sogar noch mehr: sie tauchte bei ihrem selbst gesetzten Limit von 150m plus Wende auf. Damit hat sie ihre alte PB um 16m überboten. Das war richtig gut!

In der darauffolgenden Siegerehrung konnten sich die beiden Taucherinnen dann beide über eine Silbermedaille für ihre guten Leistungen freuen – Eva in Dynamik bei den Frauen in der Altersklasse Master und Darleen in der offenen Klasse in Dynamik Bi-Fins.

Alles in allem ein doch sehr erfolgreiches Wochenende für die TSG Porz bei der 5. Deutschen Meisterschaft im Apnoetauchen! Es war ein sehr schöner Wettkampf mit phantastischen Rahmenbedingungen und sehr guter Organisation. Vielen Dank an alle die diesen tollen Wettkampf möglich gemacht haben. So ein Wettkampf ist immer eine schöne Möglichkeit die Trainingsleistung auf den Prüfstand zu stellen aber auch Freunde und Bekannte wiederzusehen.

17.03.2024 | Belgische Meisterschaft, Aarschot, Belgien

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Am 17.03.2024 fand im belgischen Aarschot die offene nationale Meisterschaft im Apnoetauchen statt. Das bedeutet, dass der Wettkampf zwar ganz normal abläuft und auch für internationale TeilnehmerInnen geöffnet ist, allerdings in der Endwertung eine zusätzliche, rein belgische Wertung geführt wird.

Ganz entspannt machten sich Eva und Darleen am Sonntagvormittag auf den Weg nach Aarschot. Dort angekommen wurden erstmal Freunde und Bekannte begrüßt und ein bisschen die Zeit vertrieben bevor dann gegen Mittag das Athletenbriefing stattfand. Danach ging es dann auch schon schnell mit dem Aufwärmen im Trockenen und im Wasser los, denn zur ersten TOP-Time war nicht mehr viel Zeit.

Direkt im ersten Umlauf startete Eva mit ihrer Monoflosse in Dynamik. Vorher noch ein paar Bahnen eingetaucht und schon ging es los. Da die Trainings vor dem Wettkampf sehr vielversprechend liefen war die Spannung hoch. Leider hat sich dann aber beim Tauchgang das Polster der Nasenklammer gelöst und sie hat deshalb nicht mehr richtig gehalten. Das brachte natürlich Unruhe rein und auch wenn Eva noch versucht hat mit der Hand die Nase zuzuhalten, war das wohl keine langfristige Lösung. Nach der Wende war dann leider bei 51m Schluss. Schade! Dafür blieb aber noch mehr Energie für den zweiten Start in No Fins, der kurze Zeit später anstand.

Weiter ging es aber zunächst mit Darleen, die nach Evas Start noch einige Zeit warten musste bevor sie an der Reihe war. Auch sie hatte im Training in der letzten Zeit gute Fortschritte gemacht und hoffte auf eine neue PB in Bi-Fins. Nach der üblichen Eintauchroutine ging es also auf Position und der Tauchgang ging los. Obwohl es, zumindest mental, so gar nicht nach Plan lief, konnte sich Darleen gut durchkämpfen und hat es bis zu 134m geschafft. Es hieß also: neue PB!

Viel Zeit zum Ausruhen blieb Darleen aber nicht, denn nur 35 Minuten nach der TOP-Time in Bi-Fins hieß es für sie schon „Official TOP“ in DNF. Die Erwartungen hier war also eher weniger hoch und nach dem mentalen Kampf in Bi-Fins kurz zuvor entschied sie sich einen entspannten Tauchgang ohne großen Kampf anzustreben. Hier war dann nach 40m Schluss.

Im zweiten Lauf in No Fins ging es dann für Eva weiter. Sie hat schlauerweise eine Ersatz-Nasenklammer dabeigehabt, die sie für den No-Fins Start benutzen konnte. Dieses Mal ging es dann auch besser und sie tauchte zu 61m!

Danach gab es gleich mehrere Premieren… Zum ersten Mal wollte Darleen in einer der Speed-Disziplinen (4x25m) an den Start gehen. Nachdem das Training sehr durchwachsen verlaufen war, war die Motivation zunächst nicht sehr groß. Dazu kam, dass an diesem Wettkampf zum ersten Mal nach dem neuen CMAS Reglement gestartet wurde. Das hieß also: Start vom Startblock. Da sie das vorher im Training, wie scheinbar viele andere AthletInnen auch, nicht geübt hatte, war das Gelächter groß als kurz vor dem Start noch einige Probesprünge der AthletInnen in Bauchklatschern endeten.  Wider der Erwartung verliefen die vier Bahnen, inklusive einer Änderung des Tauchplans unterwegs, doch ganz gut und am Ende standen 1:14min auf der Ergebnisliste.

Danach wurden noch die anderen AthletInnen angefeuert, die sich zu 16x25m durchkämpften. Schnell wurden dann die Klamotten zusammengepackt und ins Auto verfrachtet bevor es zur Siegerehrung ging. Alles in Allem ein sehr erfolgreicher Ausgang des Tages für unseren beiden Taucherinnen der TSG: Eva holt sich in No-Fins den dritten Platz. Darleen teilte sich mit einer weiteren Starterin den ersten Platz in Bi-Fins und gewann auch in der 4x25m Speed Disziplin. Das bedeutete dann den Gesamtsieg bei den Frauen.

29.09.2023 | Rhein-Main-Cup, Wiesbaden

Wettkampfchronik
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Für Eva, Jenny, Hanne und Darleen hieß es am 29.09. Tasche packen und ab nach Wiesbaden. Der Rhein-Main-Cup steht vor der Tür! Das erste Auto mit Eva, Darleen und Adam (Evas Sohn und beider Statik Coach) startete am Freitagnachmittag in Richtung Wiesbaden. Nachdem Eva und Adam kurzfristig umdisponieren und in Darleens Unterkunft ausweichen mussten, rief schon das Abendessen. Nachdem beim Italiener des Vertrauens die Pizzen bestellt wurden kamen auch Hanne und Jenny in Wiesbaden an und bezogen in ihrem Hotel die Betten. Für alle war der Tag früh zuende, denn am nächsten Morgen hieß es um 8.00Uhr Check-In am Hallenbad Kleinfeldchen. Nach und nach trudelten am nächsten Morgen bekannte und neue Gesichter ein. Der Rhein-Main-Cup ist ein beliebter Wettkampf für Neulinge, so wie unsere Jenny. Nachdem Hanne für alle die Wettkampfpässe und Tauchtauglichkeitsuntersuchungen einsammelte und den Check-In für alle vier Starterinnen gebündelt erledigte, begannen die Ersten schon mit dem Aufwärmen.

Den Start machte Eva, für die es im ersten Umlauf um 9.45Uhr „Official TOP“ hieß. Trotz früher Kontraktionen konnte Adam sie noch eine ganze Weile zum Kämpfen motivieren und sie beendete ihre Statik mit 3.54min auf der Uhr und einem sauberen Oberflächenprotokoll. Das bedeutet unter dem aktuellen CMAS/VDST-Reglement, dass mit der Hand das gängige OK-Zeichen gegeben werden muss und die Atemwege bis 20 Sekunden nach dem Auftauchen nicht unter die Wasseroberfläche gelangen dürfen.

Weiter ging es im zweiten Lauf um 9.58Uhr für Hanne. Mit über 70 Jahren lieferte sie mit 4.09min die beste Statikzeit der TSG Porz Starterinnen! Eine sehr schöne und saubere Statik, trotz dem ein oder anderen Wehwehchen.

Weiter ging es für die Porzer Starterinnen um 10.21Uhr mit einer eher weniger motivierten Darleen. Bereits im Vorfeld war klar, dass Statik bei diesem Wettkampf nicht das Hauptaugenmerk sein würde.  Trotz guter Lagebesprechung mit ihrem Coach Adam war nach 2.44min die Motivation nicht mehr da und sie beendete ihre Statik frühzeitig, aber mit einer weißen Karte. 

Unser Statik-Schlusslicht war Jenny, die im fünften Umlauf nicht nur ihren ersten Start auf dem Rhein-Main-Cup, sondern ihren ersten Wettkampfstart überhaupt hatte! Im Vorfeld hatte sie sich mit ihrem Coach besprochen, der ihr vom Team vor Ort zur Verfügung gestellt wurde. Das Warm-Up fühlte sich gut an und so hieß es um 10.33Uhr „5,4,3,3,1, Official TOP“. Nach einem letzten Atemzug startete Jenny unter den Augen der Judges und ihres Coaches eine zunächst entspannte Statik. Nach vier Minuten ging dann allerdings der Energiesparmodus an und obwohl sie es noch geschafft hat aufzutauchen, hatte sie dann einen kleinen Blackout an der Oberfläche. Dank der schnellen Reaktion und Hilfe von Judges, Coach und Safety war die Situation nach wenigen Sekunden wieder im Griff und Jenny konnte eigenständig die Competition Zone verlassen. Leider bedeutet dies aber eine rote Karte und durch den Blackout auch die Sperre für den Bi-Fins Start am Nachmittag. Kopf hoch, Jenny – mit etwas Übung ist die nächste Karte bei 4 Minuten ganz sicher weiß! 

Alle warteten ganz gespannt auf die letzten beiden Durchgänge. Hier zeigen die Profis aus dem Senior Bundeskader mal, was alles möglich ist. Mit 6.34 und 6.25 holten Josefine Fischer und Fernando Iscar Rüland den Sieg in ihren Kategorien.

Nach einer kleinen Mittagspause für Helfer und Judges ging es 13.30Uhr weiter. Eigentlich wäre hier Jenny an den Start gegangen, was durch ihr Blackout zuvor aber nicht mehr erlaubt war. Den Anfang für die TSG Porz machte also Hanne im fünften Umlauf. Sie startete in der Disziplin Dynamik Bi-Fins. Leider hatte sie in der wichtigen Phase kurz vor ihrem Start Probleme mit Blei und Maske, was natürlich zusätzlichen Stress verursachte. Trotz eines guten Gefühls bei ihrem Tauchgang konnte sie leider nach 50m dank des eingelaufenen Wassers in ihrer Maske nichts mehr sehen und ist sicherheitshalber aufgetaucht. Schade aber angesichts der Umstände eine gute Leistung, die mit einer weißen Karte belohnt wurde!

Um 14.30Uhr hieß es dann für Eva wieder „Official TOP“. Sie startete dieses Mal ohne ihre geliebte Monoflosse in der Disziplin No-Fins – also ganz ohne Flossen. Frei nach dem Motto „50m gehen immer“ machte sie sich also auf den Weg und konnte sich für den schönen Tauchgang bei 65m eine weiße Karte abholen. Schöne Sache! 

Den Abschluss für die TSG Porz machte Darleen, die zeitgleich mit ihrem Ausbilder im Freediving* und Freediving**, Uwe Kiehl , an den Start ging. So klein ist die Apnoewelt! Trotz etwas müder Beine im Warm-Up konnte sie in ihrer Lieblingsdisziplin Bi-Fins einen guten Abschluss im Wettkampf finden. Den entspannten Tauchgang beendete sie bei 111m und holte sich eine weiße Karte. Das bedeutete eine neue PB und viel wichtiger das Überwinden der mentalen Blockade, die sich scheinbar nach dem ersten Wettkampf festgesetzt hat.

Nachdem alle geduscht waren, endete der Wettkampf auch schon, die letzten Masken und Anzüge zusammengepackt und gemeinsam ging es noch ins Restaurant zur Urkundenübergabe. Für manche gab es sogar die zweite Pizza in Folge… Es wurde sich noch eine Weile munter unterhalten, bevor sich das erste Auto mit Eva, Adam und Darleen wieder auf den Rückweg nach Köln machte. Um 23 Uhr wurden sie vom Kölner Dom begrüßt und fielen dann erschöpft in ihre Betten. Hanne und Jenny genossen noch die Nacht in Wiesbaden und sind erst am darauffolgenden Tag zurückgekehrt. Alles in allem ein erfolgreicher und lehrreicher Wettkampftag für die Porzer Apnoeistas in Wiesbaden!