Am vergangenen Sonntag, dem 26.04.2026, war es wieder so weit:
Die TSG Porz ist offiziell in die neue Saison gestartet – traditionell beim Antauchen am Widdauer See in Langenfeld.
Und wie so oft begann alles mit diesem ganz besonderen Gefühl:
Ausrüstung aus dem Auto, ein kurzer Blick auf den See, bekannte Gesichter – und dann dieses leise Kribbeln, das sagt: Jetzt geht’s wieder los.
Abtauchen in allen Facetten
Über den Tag verteilt wurde viel getaucht – und vor allem vielseitig.
Für einige stand die Ausbildung im Vordergrund: Übungen, konzentrierte Briefings und das saubere Abarbeiten der Abläufe.
Andere nutzten den Tag, um einfach wieder reinzukommen, sich langsam an das Freiwasser zu gewöhnen, Tarierung zu prüfen, Abläufe zu festigen.
Und dann gab es noch die dritte Kategorie:
Maske auf, Regler rein – und einfach mal abtauchen und genießen. Ruhig, fast meditativ, ohne großen Plan. Nur Wasser, ein paar Fische und das vertraute Gefühl, wieder dort zu sein, wo man irgendwie hingehört.
Ein voller Platz, ein lebendiger Tag
Erfreulich war vor allem, wie viele Mitglieder in diesem Jahr den Weg nach Langenfeld gefunden haben. Der Platz rund um den See war gut gefüllt, es wurde gelacht, gefachsimpelt und geklönt.
Besonders schön: Auch viele Nicht-Taucher und Familienangehörige waren dabei.
Während im Wasser noch die letzten Blasen aufstiegen, wurde an Land schon vorbereitet, geschnippelt, aufgebaut und – ganz wichtig – der Grill in Stellung gebracht.
Der zweite Teil des Tages
Denn wie immer gilt:
Nach dem Tauchgang ist vor dem gemütlichen Teil.
Der Grill lief auf Hochtouren, die Gespräche wurden länger, die Geschichten bunter und irgendwo zwischen Bratwurst, Salat und Kaltgetränk stellte sich dieses Gefühl ein, das man schwer beschreiben kann, aber sofort erkennt, wenn es da ist.
Fazit
Ein Tag, wie er sein soll:
Wasser, gute Tauchgänge, viele bekannte Gesichter – und ein Tag bei perfektem Tauch- und Grillwetter, der fast ein bisschen zu schnell vorbei war.
Die Saison ist eröffnet.
Und wenn das Antauchen ein Vorgeschmack war, dann kann das ein ziemlich gutes Jahr werden.
Gut Luft! Eure TSG Porz
Text: Philip Behrends Fotos: Daniel Prill, Philip Behrends
Oder in unserem Fall: Hier kommt die TSG Porz –-mit Neuigkeiten aus der Jahreshauptversammlung!
In der vergangenen Woche wurde gewählt, gelacht, diskutiert – und vor allem: Danke gesagt und neu begrüßt. Erst mal: Danke sagen!
Wenn bei der Maus etwas zu Ende geht, dann wird das erklärt. Und genauso machen wir das auch.
Unsere beiden bisherigen Vorsitzenden Eva Bosten (1. Vorsitzende) Alex Monz (2. Vorsitzender) geben ihre Ämter ab.
Und wenn wir das erklären müssten, würde die Maus sagen: „Sie haben sich viele Jahre darum gekümmert, dass im Verein alles gut funktioniert.“
Und wir sagen: Sie haben unglaublich viel Zeit, Energie und Herzblut in die TSG Porz gesteckt.
Organisation, Verantwortung, Entscheidungen treffen, immer ansprechbar sein – und das alles ehrenamtlich.
Dafür sagen wir heute ganz klar: Danke, Eva. Danke, Alex. Ihr habt den Verein mit geprägt – und das bleibt!
Und jetzt: Der neue Vorstand
Und wie bei der Maus gilt: Wenn etwas aufhört, kommt auch wieder etwas Neues.
Neuer 1. Vorsitzender: Tim Ludwig Neuer 2. Vorsitzender: Bernd Mauer
Wenn wir das erklären müssten, würde die Maus sagen: „Die beiden passen jetzt auf, dass alles weiterhin gut läuft.“
Und wir sagen: Willkommen im Vorstand! Schön, dass ihr diese Verantwortung übernehmt.
Mit Tim und Bernd übernimmt ein neues Team das Steuer – mit frischen Ideen, aber auch mit dem Wissen, wie wichtig Zusammenhalt und Kontinuität im Verein sind.
Wie das funktioniert? Ganz einfach erklärt: Viele Menschen engagieren sich im Verein → einige übernehmen Verantwortung → und gemeinsam entsteht etwas, das größer ist als jeder Einzelne.
Oder, um es im Maus-Stil zu sagen: „Das ist dann wie ein großes Puzzle – und jeder ist ein wichtiges Teil davon.“
❤️ Fazit
Ein Wechsel im Vorstand ist immer ein besonderer Moment. Ein bisschen Abschied, ein bisschen Aufbruch – und ganz viel Vereinsleben.
Wir sagen: Danke an Eva und Alex Willkommen an Tim und Bernd
Und freuen uns auf alles, was kommt.
„Und jetzt wisst ihr, wie das funktioniert…“ 😉
Gut Luft! Eure TSG Porz
Text: Philip Behrends Artwork: K.I. (keine Ahnung, wie das zustande gekommen ist…)
An den letzten beiden Donnerstagen wurde es ernst im Wahnbad: 15 Mitglieder der TSG Porz haben sich einer intensiven Überprüfung ihrer Fähigkeiten gestellt – mit dem Ziel, ihr Rettungsschwimmabzeichen in Silber aufzufrischen.
Diese Qualifikation ist für unseren Verein von zentraler Bedeutung. Einerseits ist sie Voraussetzung dafür, dass wir unsere zweimal wöchentlichen Trainings im Wahnbad durchführen dürfen. Andererseits geht es um etwas viel Wichtigeres: Sicherheit – für uns selbst und für andere.
Denn egal ob im Training, bei Vereinsfahrten oder an heimischen Seen – im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Praxis, die es in sich hat Die Anforderungen sind alles andere als ein Spaziergang. Auf dem Programm standen unter anderem:
Zeitschwimmen – mit (siehe Bild) und ohne Kleidung
25 Meter Streckentauchen
Erlernen der verschiedenen Befreiungs- und Transportgriffe
Rettung aus der Tiefe
Abschleppen von erschöpften oder bewusstlosen Personen
sowie – für den einen oder anderen mit besonderem Respekt – der Sprung vom 3-Meter-Turm 😉
Den Abschluss bildet traditionell eine anspruchsvolle Kombi-Übung, bei der vom Rettungsgriff und Transportschwimmen, vom Rautek-Griff bis zur Herz-Lungen-Wiederbelebung alles abgerufen wird.
Theorie? Läuft. Natürlich gehört auch eine theoretische Prüfung dazu. Und auch wenn wir hier keine Namen nennen wollen: Nach aktuellem Kenntnisstand ist bei der TSG Porz noch niemand daran gescheitert, der über einen Funken gesunden Menschenverstand verfügt. 😉
Ehrenamt, das funktioniert Ein riesiges Dankeschön geht an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung gestellt haben.
15 Mitglieder sind nun wieder für die kommenden zwei Jahre bestens vorbereitet, um in Notsituationen schnell und richtig zu handeln.
Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch den Ausbilderinnen vom ASB – Arbeiter-Samariter-Bund,
Anja Kleiber, Friederike Otto und Evelyn Hinz!
Jahr für Jahr investieren sie ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihr Engagement, um unsere Mitglieder auszubilden und sicher durch die Prüfungen zu begleiten – und das mit großer Kompetenz und viel Geduld.
Fazit Was hier geleistet wurde, ist ein starkes Beispiel dafür, wie Vereinsleben und Ehrenamt bei der TSG Porz funktionieren: engagiert, verantwortungsvoll und mit dem klaren Ziel, füreinander da zu sein.
Vielen Dank an alle Beteiligten – und gut zu wissen, dass wir im Ernstfall vorbereitet sind.
Die TSG Porz ist weit mehr als „nur“ ein Tauchverein. Neben der klassischen Tauchausbildung und dem Gerätetauchen prägen verschiedene Abteilungen und Disziplinen unser aktives Vereinsleben. In loser Folge möchten wir diese Abteilungen hier auf der Homepage vorstellen und einen Eindruck geben, was unseren Verein so vielfältig macht. Den Anfang macht eine der wohl außergewöhnlichsten Sportarten im Tauchsport: Unterwasser-Rugby.
Unterwasser-Rugby gehört zu den faszinierendsten und zugleich ungewöhnlichsten Sportarten im Tauchsport – schnell, technisch, körperbetont und komplett dreidimensional. Was für Außenstehende zunächst exotisch klingt, hat bei der TSG Porz eine lange und lebendige Tradition. Seit vielen Jahren wird dieser besondere Mannschaftssport bei uns aktiv betrieben und begeistert sowohl Neueinsteiger als auch erfahrene Spielerinnen und Spieler.
Was ist Unterwasser-Rugby eigentlich?
Unterwasser-Rugby ist der einzige echte 3D-Teamsport der Welt. Zwei Mannschaften versuchen, einen mit Wasser gefüllten, sinkenden Ball in den gegnerischen Korb zu befördern – und das alles unter Wasser, in bis zu 5 Metern Tiefe. Die Spielerinnen und Spieler bewegen sich mit Maske, Schnorchel und Flossen, tauchen ab, sprinten, blocken und passen – und müssen zugleich Luft anhalten, die Orientierung behalten und im richtigen Moment auftauchen.
Die Mischung aus Tauchfertigkeit, Athletik, Teamwork und Spielstrategie macht diesen Sport so einzigartig. Trotz der Dynamik geht Fairness vor: Unterwasser-Rugby ist körperlich, aber an strenge Regeln gebunden und überraschend verletzungsarm.
Training bei der TSG Porz – immer donnerstags im Wahnbad
Unsere Unterwasser-Rugby-Abteilung trainiert jeden Donnerstagabend im Kölner Wahnbad. Das Training richtet sich an:
erfahrene Spielerinnen und Spieler,
ambitionierte Taucherinnen und Taucher, die etwas Neues ausprobieren wollen,
sportlich Interessierte, die den Sprung in eine ungewöhnliche, aber sehr teamorientierte Disziplin wagen möchten.
Unter Anleitung erfahrener Spieler und Trainer werden Grundtechniken vermittelt, Tauch- und Atemtechnik geschult und Spielsituationen geübt. Wer einmal dabei war, merkt schnell: Unterwasser-Rugby ist nicht nur Sport – es ist ein Gemeinschaftserlebnis.
Eine Abteilung mit Geschichte
Die TSG Porz gehört zu den Vereinen im Rheinland, die diese Sportart seit Jahrzehnten pflegen und weiterentwickeln. Viele unserer Mitglieder haben über das Unterwasser-Rugby den Weg in den Tauchsport gefunden – oder andersherum. Der besondere Mix aus Tradition, Teamgeist und moderner Trainingsgestaltung macht die Abteilung zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens.
Die UW-Rugby war sogar schon dreimal Deutscher Meister! 1973, 1975 und 1978! Spieler der ehemaligen Meistermannschaft trainieren immer noch jeden Donnerstag mit!
Obwohl der Verein wie ersichtlich früher sehr erfolgreich im Ligabetrieb präsent war, wird heute das Hauptaugenmerk auf den Breitensport und die Freude an der Gemeinschaft gelegt.
Mitmachen? Sehr gerne!
Wer Lust hat, Unterwasser-Rugby einmal auszuprobieren, ist herzlich eingeladen, zu einem Probetraining vorbeizukommen. Vorerfahrung im Tauchen ist nicht zwingend erforderlich – Freude an Bewegung, Teamgeist und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren reichen völlig aus.
Wer also Lust auf eine schnelle, spannende und ganz besondere Disziplin unter Wasser hat: Kommt vorbei, schaut rein, macht mit! Wir freuen uns über jedes neue Gesicht – am Beckenrand und natürlich unter Wasser.
Wer sich ein Bild von Tempo, Technik und Teamwork machen möchte, schaut sich unser „Action-Video“ mit Eindrücken direkt aus dem Training an. 🙂
Wenn sich die Tage verkürzen und die Temperaturen sinken, wird es am Fühlinger See spürbar ruhiger. Für viele bedeutet das Ende der „Warmwasser-Saison“ eine Pause – für die Taucherinnen und Taucher der TSG Porz jedoch ist es der Beginn einer ganz besonderen Zeit. Denn wer auch im Herbst und Winter ins Wasser geht, erlebt den See von seiner klarsten und vielleicht schönsten Seite.
Tauchen im kühleren Wasser
Mit dem Wechsel der Jahreszeit verändert sich auch das Tauchen: Die Sichtverhältnisse werden besser, die Unterwasserwelt zeigt sich reduziert, aber faszinierend. Weniger Pflanzenwuchs und Schwebstoffe sorgen oft für überraschend klare Bedingungen – perfekte Voraussetzungen für alle, die das ruhige, konzentrierte Tauchen schätzen.
Natürlich erfordert das Tauchen in den kühleren Monaten etwas mehr Vorbereitung: Trockenanzüge ersetzen die Neoprenanzüge, wärmende Unterzieher werden dicker, und der Kaffee oder Tee in der Thermoskanne ist fast Pflicht. Trotzdem: Der Reiz bleibt. Wer einmal erlebt hat, wie still und friedlich der Fühlinger See an einem klaren Oktobermorgen daliegt, weiß, warum sich die Mühe lohnt.
Die Sprungschicht – ein sichtbares Phänomen
Aktuell zeigt sich im Fühlinger See eine besonders ausgeprägte Sprungschicht bei etwa fünf Metern Tiefe. Diese Temperaturgrenze teilt das Wasser in zwei deutlich unterschiedliche Bereiche: darüber das noch milde, grünlich schimmernde Oberflächenwasser – darunter kälteres, des öfteren auch klareres Wasser bei circa 6-8 °C.
Beim Abtauchen wirkt der Moment des Übergangs fast surreal: Das Licht verändert sich abrupt, als würde man durch eine unsichtbare Membran gleiten. Wer diese Grenze einmal bewusst wahrnimmt, versteht, warum viele sagen, man fühle sich, als würde man über den Wolken schweben.
Flora, Fauna und Ruhe
Auch wenn viele Tiere sich in tiefere Bereiche zurückziehen, gibt es im Herbst und Winter unter Wasser einiges zu entdecken. Schwärme von Barschen stehen ruhig über dem Grund, Hechte lauern unbewegt zwischen den Pflanzen, und mit etwas Glück lässt sich sogar ein Aal erblicken.
Der See wirkt in dieser Zeit entschleunigt, fast meditativ. Jede Bewegung, jede Blase und jeder Lichtstrahl wird bewusster wahrgenommen. Es ist kein Tauchen, um möglichst viel zu sehen – sondern um das, was man sieht, intensiver zu erleben.
Eine Anerkennung für alle, die dabeibleiben
Dieser Beitrag ist auch ein Dank an alle, die sich nicht von sinkenden Temperaturen abschrecken lassen. An diejenigen, die früh aufstehen, das Auto im Nebel beladen und auch bei grauem Himmel motiviert am See erscheinen.
Tauchen im Herbst und Winter ist kein Wettbewerb, sondern Ausdruck echter Begeisterung – und der Beweis dafür, dass der Sport weit mehr ist als ein sommerliches Freizeitvergnügen.
Gemeinschaft trotz Kälte
Doch auch abseits des Wassers bleibt die Gemeinschaft lebendig: Die Trainings im „vereinseigenen“ 😉Wahnbad sind gut besucht, dienstags und donnerstags wird geschwommen, getaucht (mit und ohne Tauchgerät), gekämpft (Unterwasser-Rugby) und geplanscht. Im Vereinsheim wird über Ausrüstung gefachsimpelt, über Tauchplätze diskutiert und die nächste Saison geplant. Das Vereinsleben hört im Herbst nicht auf – es verlagert sich nur ein Stück weit nach innen.
Fazit – Unter Wasser beginnt der Winter anders
Während oben die Blätter fallen, beginnt unter Wasser eine stille Jahreszeit voller Schönheit und Klarheit. Das Tauchen im Herbst und Winter ist kein Verzicht, sondern ein Geschenk: weniger Ablenkung, mehr Bewusstsein, weniger Menschen, mehr Natur.
Und so bleibt der Fühlinger See auch jetzt ein Ort des Staunens – vor allem dort, wo die Sprungschicht auf fünf Metern Tiefe den Blick nach unten in eine andere Welt freigibt. Eine Welt, in der wir uns manchmal fühlen, als würden wir wirklich über den Wolken schweben.
Gut Luft – und warme Finger! Eure TSG Porz
📷 Olli Allgaier, Joachim Hoffmann Text: Philip Behrends
Am Montag, den 27. Oktober 2025, fand im Vereinsheim der TSG Porz im Wahnbad der diesjährige Informationsabend zum Grundtauchschein statt. Wie in jedem Jahr nutzten zahlreiche Interessierte die Gelegenheit, sich über den Einstieg in den Tauchsport und die Ausbildung in unserem Verein zu informieren.
Insgesamt 11 verwegene Aspirantinnen und Aspiranten nebst Eltern und sogar jemand aus Übersee folgten der Einladung und erfuhren von unserem Ausbildungsleiter Stefan Steeger, wie der Weg vom ersten Atemzug unter Wasser bis zum anerkannten Grundtauchschein und sogar bis zum DTSA * (GDL * Sports Diver) verläuft. Neben den Ausbildungsinhalten wurden auch Ausrüstung, Sicherheit und die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten im Tauchsport vorgestellt.
Die Resonanz war durchweg positiv – viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Kombination aus Technik, Naturerlebnis und Gemeinschaft, die das Tauchen ausmacht.
Die Theorie- und ABC-Einheiten beginnen bereits im November, bevor es dann ab Januar mit den praktischen Tauchgängen MIT Tauchgerät, also mit Tauchflaschen, Atemreglern etc. im Schwimmbad und später, bei etwas ansteigenden Wassertemperaturen, auch in den umliegenden Seen weitergeht.
Die TSG Porz freut sich sehr über den neuen Taucher-Nachwuchs und darauf, die kommenden Monate gemeinsam mit den neuen Mitgliedern zu gestalten – mit viel Spaß, Wissen, Teamgeist und natürlich jeder Menge Luftblasen.
Am vergangenen Wochenende machte sich eine Gruppe von 14 Kindern und Jugendlichen und 3 Betreuern der TSG Porz auf den Weg zum Landesjugendtreffen des TSV NRW am Möhnesee. Schon am Freitagnachmittag traf man sich am Vereinsheim, verabschiedete sich von den Eltern und startete mit viel Vorfreude in Richtung Sauerland.
Freitag – Ankommen & Einstimmen
Eigentlich sollten es nur zwei Stunden Fahrt sein – am Ende wurden es drei. Der Stau begann schon kurz hinter Köln-Wahn, doch die Stimmung blieb heiter. Endlich in der Jugendherberge angekommen, wurden die Zimmer bezogen und der Anhänger mit der Tauchausrüstung zum See gebracht. Spoiler-Alarm: dieser Anhänger wird später noch eine Rolle spielen … 😉
Nach einer herzlichen Begrüßung durch Olaf Hafemeister und sein Team vom Tauchsportverband NRW ging es gleich los zur Nachtwanderung, die für die richtige Mischung aus Abenteuer und Gemeinschaft sorgte. Danach hieß es: ab ins Bett – schließlich sollte das Wochenende noch einiges bereithalten.
Samstag – Tauchen, Workshops & Schildkrötenjagd
Der Samstag begann früh mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor sich die Gruppe aufteilte:
Für fünf junge Taucherinnen ging es mit Ausrüstung zum Tauchplatz. Der erste Tauchgang führte sie „links lang“ bis zu einem großen Baum unter Wasser.
Die übrigen Kinder verteilten sich auf die angebotenen Workshops zu den Themen Fotografie, Gewässeruntersuchung, elasm-ocean, Teambuilding, bis zu einer „Runde“ Geo-Caching, Stand-Up-Paddling und anderen spannenden Aktivitäten rund um den See.
Zurück in der Jugendherberge wartete das Mittagessen – und eine besondere Überraschung: Im ganzen Haus waren kleine Schildkröten versteckt. Mit großem Eifer machten sich viele Kinder auf die Suche, und schnell entwickelte sich eine kleine Jagd nach den bunten Figuren.
Am Nachmittag ging es wieder zum See und zu den Workshops. Auch die Taucher stiegen noch einmal ab, diesmal in die andere Richtung. Nach Rückkehr in die Jugendherberge blieb Zeit für freie Spiele – und natürlich für die nächste Schildkröten-Runde. Abends folgte das gemeinsame Grillen, ehe der Tag mit einer riesigen Werwolf-Runde mit rund 30 Kindern und Jugendlichen ausklang.
Sonntag – Abschied mit Tombola
Der Sonntag begann mit einem besonderen Frühstück – schließlich hatte ein Kind Geburtstag. Nach dem Räumen der Zimmer um 9 Uhr und dem Verstauen des Gepäcks standen die letzten Workshops an. Die Mehrheit der Gruppe entschied sich für „Mister X“, ein spannendes Such- und Bewegungsspiel.
Zum Abschluss kam die große Auflösung der Schildkröten-Aktion: Jede Figur war auf der Unterseite nummeriert, und diese Nummern bildeten die Lose für eine kleine Tombola. Die Freude war groß, als eines unserer Kinder tatsächlich einen Preis – ein Handtuch – mit nach Hause nehmen durfte. Nach einem Gruppenfoto hieß es dann offiziell Abschied nehmen.
Rückfahrt – Abenteuer auf der Autobahn
Um Punkt 14 Uhr startete die Rückfahrt, und zunächst sah es so aus, als könne die Hinfahrtzeit sogar deutlich unterboten werden. Doch nach nur 25 entspannten Minuten platzte an schon erwähntem Anhänger ein Reifen – und das Abenteuer begann von Neuem. Die jüngsten Teilnehmer fuhren mit einem der Autos samt Betreuern schon voraus, während der Rest auf den Pannendienst wartete.
Die Hoffnung: Eine Stunde Pause, Anhänger verladen, weiter nach Hause. Also wurde vorsorglich alles Lebenswichtige ausgeräumt. Als der Abschleppwagen nach gut einer Stunde eintraf, schien die Rettung nah – bis klar wurde, dass der Anhänger nicht aufgeladen werden konnte. Zu groß war das Risiko, dass auch die anderen Reifen den Geist aufgeben würden.
Die Wartezeit zog sich. Die Polizei wurde hinzugezogen, die Kinder hielten sich geduldig am Grünstreifen neben den Autos auf, während die Betreuer fieberhaft Alternativen suchten. Trotz allem blieb die Stimmung erstaunlich gut – es wurde sogar mit Kindersekt auf das Geburtstagskind angestoßen, auch wenn klar war, dass es seinen Geburtstag nicht mehr rechtzeitig zu Hause feiern würde.
Nach dreieinhalb Stunden kam schließlich die erlösende Nachricht: Der Gerätewart hatte über Kontakte ein Ersatzrad organisieren können. DANKE Hermann-Josef !!! Die Gruppe fuhr langsam ins nahe Städtchen Werl, wo die jüngeren Kinder von einem Elternteil abgeholt wurden. Der Rest nutzte die Zwangspause für eine kleine Stadtrunde – inklusive Döner-Stopp.
Nach fast sechs Stunden Wartezeit konnte das Rad schließlich gewechselt werden, und die Heimfahrt ging weiter – dieses Mal leiser und müder als noch auf der Hinfahrt. Aber alle waren sich einig: Dieses Wochenende wird niemand so schnell vergessen.
Fazit
Das Landesjugendtreffen am Möhnesee bot ein rundum gelungenes Programm: Tauchen, Workshops, Spiel und Spaß, dazu Begegnungen mit fast 200 jungen Taucherinnen und Tauchern aus ganz NRW. Selbst eine chaotische Rückfahrt konnte die Stimmung nicht trüben – im Gegenteil: Sie machte das Abenteuer perfekt.
Unser Dank gilt dem TSV NRW und allen Ehrenamtlichen der Jugendabteilung sowie den Leiterinnen und Leitern der Workshops für die reibungslose Orga und das spannende Programm am Möhnesee – bis zum nächsten Mal! Danke an unsere Betreuer/Ausbilder Carina, Daniel und Andreas! Und natürlich an alle Kinder und Jugendlichen! Die TSG Porz Nachwuchsabteilung war die zahlenmäßig größte Jugendgruppe aller teilnehmenden Vereine. 😃
Nächstes Jahr in Xanten, UNBEDINGT WIEDER!! 🙂
Gut Luft
Eure TSG Porz
Text: Emma Roth, Philip Behrends ; Fotos: alle Teilnehmer, Carina Götz, Daniel Prill, Andreas Bergsch, Torsten Milinski
Es gibt Wochenenden, die prägen. Für zwei Taucher der TSG Porz, Stefan und Philip, stand am vergangenen Wochenende eines dieser besonderen Erlebnisse an: die Teilnahme am Aufbaukurs „Tauchsicherheit und Rettung + medizinische Praxis“ (AK TSR+MED) des VDST, organisiert vom Hessischen Tauchsportverband. Ein Kurs, der nur selten angeboten wird, und entsprechend groß war die Vorfreude.
Theorie trifft Praxis – clever vorbereitet
Los ging es bereits am Dienstag – allerdings virtuell. Ein erstes Kennenlernen und die Einführung in die Theorie per Online-Meeting waren nicht nur praktisch, sondern auch eine brillante Idee: So blieb am Wochenende mehr Zeit für das, was alle am meisten reizte – die Praxis im und am Wasser.
Am Samstagmorgen startete der eigentliche Kurs. In aller Herrgottsfrühe machten sich die beiden Porzer auf den knapp 90-minütigen Weg nach Schönbach in Hessen, wo der Verbandssee des HTSV als Übungsrevier diente. Die Atmosphäre war vom ersten Moment an etwas Besonderes: Geräte- und Apnoetaucher aus allen Landesteilen, vom frischen Einsterner bis hin zum erfahrenen TL3, fanden sich zusammen, vereint durch die Lust am Lernen und die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Von AED bis Wenoll-System – Lernstationen an Land
Nach einem kurzen Theorieteil, unter Anderem auch mit dem Thema Apnoesicherheit verteilten sich die Teilnehmenden auf eine Reihe von Lernstationen, die von insgesamt acht engagierten Ausbilderinnen und Ausbildern betreut wurden. Das Spektrum reichte von der Handhabung des AED, über Herz-Lungen-Wiederbelebung und stabile Seitenlage, Einstieg und Rettung in ein Schlauchboot, Knotentechniken für Seilbergungen bis hin zum Umgang mit Sauerstoffrucksack und Wenoll-System.
Die Stimmung war konzentriert, aber gleichzeitig locker – kein Frontalunterricht, sondern aktives Mitmachen, Ausprobieren und Wiederholen. Zwischendurch lockerte eine gemeinsame Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein die Köpfe, und es entwickelte sich sofort reger Austausch über Taucherlebnisse, Materialtipps und alles, was uns sonst noch unter die Maske kam.
Rein ins Wasser – Szenarien im Rotationsprinzip
Am Nachmittag hieß es dann: ab in die Neoprenanzüge und ran an die ABC-Ausrüstung. In Kleingruppen von maximal vier Personen wurden unterschiedlichste Szenarien trainiert. Rettungsgriffe, das Ziehen und Schieben eines Tauchopfers oder der richtige Umgang mit Knotentechnik im Wasser – alles durfte ausprobiert werden. Dank der guten Organisation lief die Rotation zwischen den Stationen wie am Schnürchen, und so konnten alle viel ausprobieren und wertvolle Erfahrungen sammeln.
Nach einem intensiven Tag folgte am frühen Abend der gemütliche Teil: Grillen, Fachsimpeln und viele neue Bekanntschaften. Die Atmosphäre war, wie man sie sich wünscht: herzlich, offen, voller Fachgespräche – und natürlich auch mit der einen oder anderen Taucheranekdote garniert.
Sonntag: Prüfungszeit im See
Der Sonntag stand im Zeichen der Praxistauchgänge. Der erste Tauchgang diente dem „Warmwerden“ mit dem See und den Buddies, aber auch schon ersten Übungen: das Bergen eines bewusstlosen Tauchers aus der Tiefe oder das Setzen einer zweiteiligen Boje. Besonders hilfreich: der gegenseitige Geräte-Check, bei dem man sich mit der Ausrüstung des Tauchpartners vertraut machte und auch hier und da noch an einigen Stellschrauben drehen konnte.
Dann kam die Königsdisziplin: der Prüfungstauchgang. Aufgabe war es, einen bewusstlosen Taucher aus rund 18 Metern Tiefe an die Oberfläche zu bringen, ihn über etwa 200 Meter bis zum Ausstieg zu transportieren, dabei eigene und fremde Ausrüstung abzulegen und die Rettungskette einzuleiten – inklusive AED. Hier wurde natürlich kein lebender Kollege unter Strom gesetzt, sondern auf die altbewährten Trainingspuppen „Rescue-Anne“ und „Rescue-Ronnie“ zurückgegriffen.
Alle meisterten die Aufgaben mit Bravour – und waren entsprechend erleichtert, als am Ende die „virtuelle Sirene“ des nahenden Rettungsdienstes das Szenario beendete.
Dank, Respekt und eine Empfehlung
Ein Wochenende voller Input, körperlicher Anstrengung, aber auch jeder Menge Spaß ging zu Ende. Die beiden TSG-Taucher waren sich einig: selten so viel gelernt, ausprobiert und gelacht in so kurzer Zeit.
Ein großes Dankeschön geht an Kursleiter Dominik Kalbfleisch und das gesamte Ausbilderteam des HTSV, an Ulrich Bachmann für die wertvollen Tipps und an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus ganz Deutschland. Ganz besondere Erwähnung verdient auch Stefan – Buddy, Versuchskaninchen, Mutiger, der sich beim Zerschneiden von Neoprenanzügen mit Scheren, Messern und eezy-cuts für die Demonstration opferte. Bilder dazu sprechen Bände. 😉
Fazit: Pflichtprogramm für jede Taucherkarriere
Was bleibt? Die Erkenntnis, dass dieser AK „Tauchsicherheit und Rettung“ zu den wichtigsten und sinnvollsten Bausteinen in der Tauchausbildung gehört – für Anfänger wie für Profis. Er vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch Sicherheit und Souveränität im Ernstfall.
Oder, um es mit den Worten des noch frischen Einstern-Autors zu sagen: „Das war eine der prägendsten Erfahrungen meiner bisherigen Taucherkarriere. Und wenn ich das sage – dann heißt das was!“ 😅
Dringende Empfehlung: Wer die Möglichkeit hat, sollte diesen Kurs unbedingt belegen – auch außerhalb Hessens.
Aber wer glaubt, dass das auch schon alles war für dieses Wochenende, Pustekuchen!
Zeitgleich stand das Landesjugendtreffen des TSVNRW am Möhnesee im Kalender, zu dem die TSG Porz Jugendabteilung in voller Mannschaftsstärke anreiste, aber dazu mehr im nächsten Artikel.
Manche Ideen entstehen in stillen Momenten, andere im Überschwang. Daniel entschloss sich während der Vereinsfahrt nach Zeeland, ein längst gehegtes Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen: Ein besonderer Tauchgang auf Hometurf, am Fühlinger See.
Der Plan: die komplette Uferlinie aller betauchbaren Seen der „Sport- und Erholungs-anlage Fühlinger See“ im Kölner Norden durchtauchen – vom Einstieg in See 6, unter der Brücke hindurch nach See 5, vorbei am Strand von Blackfoot Beach, an der „alten Holzbrücke“ in See 4 hinüber, der einmal umrundet werden wollte, zurück durch See 5, durch den Canyon, die Brücke zur Regattabahn als Wendepunkt, vorbei am regulären Tauchereinstieg, wieder zu See 6, der auch umrundet werden wollte, und schließlich wieder zurück bis zum Startpunkt. Satte vier Kilometer Unterwasserstrecke – ohne Unterstützung von außen, nur mit Rückenflaschen und einer Stage als Luftreserve. Als Orientierung – abgesehen natürlich vom Kompass – diente die sorgfältig ausgerechnete und für den Unterwassergebrauch einlaminierte Luftverbrauchs-Tabelle…
Für Rebreather-Taucher mag das nach einer sechs Stunden langen „Trainingseinheit“ klingen, doch mit klassischem Gerät bedeutete es: 24 Liter auf dem Rücken, 11 Liter an der Hüfte – und eine Menge Planung.
Der Pakt
Was noch fehlte? Richtig: ein Buddy. Einer, der verrückt genug war, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Der Autor dieser Zeilen, immer noch stolzer Besitzer eines einzelnen VdSt-Sterns, brauchte nicht lange zu überlegen – schon in Zeeland wurde der Pakt „mit blutiger Tinte“ geschlossen.
Es folgten Probetauchgänge: Stage-Handling für den Anfänger, Trockenübungen zur Navigation, Tests zur Nahrungsaufnahme unter Wasser. Die Wahl fiel auf eine Kombination aus Energy-Gummibärchen und den Klassikern aus Kindertagen: Capri-Sonne, Sorten Mango-Maracuja und Orange-Pfirsich.
Als der Termin schließlich feststand – ein ruhiger Samstagmorgen in der dritten Augustwoche – war die Spannung greifbar.
Start in See 6
Die Geräte und das Equipment wurden einem letzten Check unterzogen, die mit Sauerstoff zusätzlich angereicherte Luft wurde noch einmal analysiert, Ein- und auch Ausgänge der Trockenanzüge noch einmal auf Ihre Dichtigkeit und richtigen Sitz überprüft, ein Camelbak hinter der Backplate mit Trinkbarem gefüllt. Ein letztes Wort, ein letzter Buddy-Check – dann ging es am kleinen Steg von See 6 hinab in die Stille.
Die erste Etappe führte entlang von Blackfoot Beach bis hin zur „alten Holzbrücke“, die See 5 und See 4 einst trennte. Immer im Blick: die virtuelle Verbrauchstabelle. Noch lagen wir im Soll, mit einem kleinen Puffer.
Runde um See 4 – und der erste Schreckmoment
Der Kurs durch See 4 offenbarte eine erstaunliche Vielfalt: dichter Pflanzenbewuchs, dann wieder karger Grund, viele neugierige Fische, die uns ein Stück begleiteten.
Zur Halbzeit des Rundkurses stand der erste Wechsel auf die Stage an – er verlief problemlos. Doch an der Rückkehr zur Holzbrücke dann der Schreck: Ein lautes Zischen. Der O-Ring an der 1. Stufe von Philips Stage verabschiedete sich. Sofort musste die Luftzufuhr gekappt und auf das Rückengerät gewechselt werden.
Abbruch? Eigentlich logisch. Doch nicht mit Daniel. Nach kurzer Beratung wurden die Stageflaschen getauscht. Fortan durfte der Einsterner mit Daniels Reserve weitermachen – und dieser selbst? Er musste auf sein Rückengerät vertrauen. Der Plan blieb bestehen.
Kilometer um Kilometer
Von See 4 zurück in See 5, ein kurzer Abstecher durch den Canyon zur Regattabahn, dann wieder vorbei am offiziellen Taucheinstieg, unter den Bootsstegen hindurch und weiter Richtung See 6.
Dort wartete die letzte große Schleife: die komplette Umrundung. Schon längst hatte sich der Tauchgang in einen mentalen Marathon verwandelt. Blasentakt, Atemrhythmus, Flossenschlag – ein einziger Flow.
Das Ziel nach 362 Minuten
Nach 362 Minuten, also über sechs Stunden unter Wasser, tauchten beide gesund und m…üde wieder am Steg in See 6 auf – erschöpft, körperlich und mental, aber vor allem: überglücklich.
Die Regler aus dem Mund, ein Blick zueinander, und beide wussten: Das war etwas Besonderes. Ein Meilenstein, den man nicht vergisst.
„Das nächste Mal zehn Stunden!“ wurde schon schnell wieder geflachst…
Fazit: Verrücktheit trifft Leidenschaft
Der Dive-Athlon am Fühlinger See war kein Rekordversuch im klassischen Sinn, sondern eine Mischung aus Abenteuer, sportlicher Ausdauer und ein bisschen gesunder Verrücktheit (und auch ein wenig paranoid schizophren 🤿 ). Es zeigte einmal mehr, dass Tauchen nicht nur Tiefen, Sichtweiten und Fische bedeutet – sondern auch kreative Ideen, gemeinsame Projekte und kleine persönliche Meilensteine.
Und wer uns beim nächsten Training am Fühlinger sieht: Achtet ruhig mal auf Hände und Füße. Vielleicht entdeckt ihr erste Ansätze von Schwimmhäuten … 😉
Gut Luft! Support your local divers 😉
Eure TSG Porz / Daniel & Philip
Fotos: Philip Behrends & Daniel Prill, Google; Text: Philip Behrends; Video: Daniel Prill
Wie schon im letzten Artikel unserer Zeeland-Serie angekündigt, stand an diesem Wochenende ein weiteres Highlight auf dem Vereinskalender der TSG Porz: der Ausflug zum berühmten Tauchsee Panheel in den Niederlanden. Ein Tag voller Tauchabenteuer, guter Stimmung, skurriler Unterwasserwesen – und natürlich: Kibbeling.
Früher Vogel auf dem Warteparkplatz
Panheel öffnet pünktlich um 09:00 Uhr seine Schranke zum Tauchgelände. Wer den Platz kennt, weiß: Wer früh kommt, hat gute Chancen auf einen der begehrten Parkplätze mit kurzem Weg zum Wasser. Und so versammelten sich bereits ab 08:15 Uhr zahlreiche Autos, Vans und vollbeladene Kombis auf dem großzügigen Warteparkplatz vor dem Eingang. Auch die achtköpfige Delegation der TSG Porz war mit dabei, voll bepackt mit Tauchausrüstung, Vesperboxen und guter Laune. Darunter auch vier frischgebackene DTSA-Einstern-Taucher*innen, die ihren ersten „großen“ Vereinsausflug nach dem Abschluss der Ausbildung erlebten.
Pünktlich um 09:00 Uhr hob sich die Schranke, und dann hieß es: Run auf die Einstiegsnähe! Mit viel Humor, leichter Konkurrenz und einem kleinen Augenzwinkern manövrierten sich die Fahrzeuge durch das Nadelöhr „Bezahl-Barke“ auf den Platz. Leider war es dem Autor dieser Zeilen nicht vergönnt, dieses chaotische Autoballett fotografisch festzuhalten. Er gelobt Wiedergutmachung beim nächsten Besuch! 🙂
Aufbau, Briefing, Vorfreude
Einmal angekommen, folgte das vertraute Ritual: Klappen auf, Ausrüstung raus, Anrüsten, Regler checken. Die Routine saß bei allen, aber für die Neulinge wurde natürlich noch einmal alles in Ruhe erklärt.
Besonders hervorzuheben: Die unbezahlbare Unterstützung durch unsere Team-Managerin an Land, auch bekannt als „Emmas Mutter“, die sich liebevoll um die Organisation von Snacks, Wasser, Keksen und Sonnencreme kümmerte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!
Tauchgang 1: Zum Piratenschiff und darüber hinaus
Der erste Tauchgang des Tages führte die gesamte Gruppe zum legendären versunkenen Piratenschiff von Panheel. In rund 12 Metern Tiefe liegt dieses imposante Wrack, das sich wunderbar durchtauchen lässt. Die Fensterluken, der angedeutete Mast, die verwitterten Planken – alles wirkt wie aus einem Abenteuerfilm. Nach einem kleinen Abstieg auf etwa 25 Meter Tiefe, um die unteren Ebenen des Geländes zu erkunden, tauchte die Gruppe wieder auf in die helleren, wärmeren Schichten des Sees.
Von dort aus trennten sich die Wege: In Zweier- oder Vierergruppen wurden weitere Highlights angepeilt. Wer wollte, tauchte durch ausrangierte Container, kämpfte sich durch einen Unterwasser-Wald von Computertischen, Kneipen-Theken mit muschelbewachsenen Zapfanlagen und Eiffelturm-Miniaturen und überließ Azteken-Göttern und Osterinselstatuen mehr oder weniger respektvoll das Feld.
Oberwasserpause mit Keksen und Sonne
Zurück am Ufer dann: Blauer Himmel statt Gewitter! Die Wetterprognosen hatten eigentlich Unheil angedeutet, doch Panheel zeigte sich von seiner besten Seite. Auf den Picknickdecken wurden Taucherkekse, Müsliriegel und kalte Erfrischungsgetränke verteilt. Gespräche drehten sich um Sichtweiten, Buddy-Kommunikation, die Überraschungstiefe des Sees und das nächste Tauchziel: Kevin.
Tauchgang 2: Besuch bei Kevin, dem Minion
Der zweite Tauchgang des Tages stand ganz im Zeichen eines wahren Maskottchens: Kevin, der Minion. Ganze 6,5 Meter misst der gelbe Koloss, der in rund 9 Metern Tiefe auf Tauchbesuch wartet.
Die Buddy-Teams starteten leicht versetzt, fanden aber alle sicher zu ihm. Kevin, stets fotogen, posierte wie immer für unzählige Unterwasser-Selfies und Gruppenfotos. Und weil es so schön war, kreisten einige noch ein wenig durch das „Minion-Reich“, in dem es weitere Skulpturen, kleine Boote und liebevoll platzierte Details zu entdecken gab.
Doch Panheel hat nicht nur Deko zu bieten: Karpfen und Hechte kreuzten den Weg der Taucher*innen, zum Erstaunen mancher und zur Begeisterung anderer. Besonders in den bewachsenen Bereichen des Sees kam echtes „Süßwasser-Riff-Gefühl“ auf.
Abschluss mit Kibbeling und Pommes
Nach dem Verstauen der nassen Anzüge und dem Verstauen der Erinnerungen im Logbuch war der Tag aber noch lange nicht vorbei. Denn eine Vereinsfahrt der TSG Porz nach Panheel endet niemals ohne Stopp am „Grens-Kiosk“!
Dort, direkt hinter der Grenze, ließen sich die acht TSG-ler tonnenweise Kibbeling, Pommes Spezial, Frikandel & Co.schmecken. Mit vollen Mägen und frittierten Herzen ging es dann am frühen Abend zurück nach Köln.
Fazit: Panheel, wir kommen wieder!
Was bleibt von diesem Tag? Erinnerungen an eine fantastische Unterwasserwelt, an einen Ort, der zwischen Trash und Tempel balanciert und den Tauchenden ständig ein Schmunzeln unter die Maske zaubert.
Und für alle gilt: Panheel war nicht der letzte Ausflug dieser Art. Schon jetzt wird geplant, gepackt und geträumt – vom nächsten Kevin-Besuch, vom nächsten Kibbeling und natürlich vom nächsten gemeinsamen Abtauchen.
Gut Luft und bis bald!
Eure TSG Porz!
Text: Philip Behrends; Fotos: … von allen Teilnehmern