Manchmal dauert es eben ein bisschen länger – aber jetzt ist es endlich so weit: Der VDST hat nach langen Beratungen den neuen Spezialkurs „SK Speerfischen / GDL Spearfishing“ offiziell als Zusatzqualifikation zum SK Tauchen für den Naturschutz / GDL Conservation Diving zugelassen.
Und wie könnte es anders sein: Die TSG Porz gehört natürlich zu den ersten Vereinen, die diesen innovativen Kurs anbieten!
Premiere am Osterwochenende im Fühlinger See Für Kurzentschlossene wird der neue Spezialkurs direkt zum Start der Freiwasser-Saison angeboten. Der erste praktische Freiwasser-Tauchgang findet am Osterwochenende im Fühlinger See statt – dort, wo sich Barsche, Hechte und andere Bewohner traditionell schon seit Jahren an ahnungslose Taucher gewöhnt haben.
Die Teilnehmer lernen dabei unter anderem:
zielgerichtete Unterwasser-Annäherung an besonders „fotogene“ Fische
taktisches Tarieren für maximale Treffsicherheit
korrektes Nachladen unter Wasser
sowie die richtige Dokumentation der Fangstrecke im Logbuch
Theorie und Waffen-Einweisung im Wahnbad Die theoretische sowie die erste technische Einweisung an der Waffe findet bereits Morgen (Donnerstag) im Vereinsheim am Wahnbad statt. Neben Sicherheitsaspekten und der Bedienung der Ausrüstung wird auch das Thema nachhaltige Verwertung der Beute intensiv behandelt. Und damit kommen wir zum wichtigsten Bestandteil des Kurses:
After-Dive-BBQ – stilecht auf der Backplate Der VDST legt großen Wert auf eine vollständige Verwertung der Ressourcen. Deshalb beinhaltet der Kurs selbstverständlich auch eine praktische Einheit zur korrekten Handhabung von Grillbesteck nach dem Tauchgang. Die frisch „erlegten“ Fische werden dabei traditionell direkt am See, stilecht und selbstverständlich auf der Backplate unseres Gerätewarts gegrillt.
Ein Konzept, das Tauchsport, Naturschutz und Vereinsleben auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
Anmeldung Interessierte Taucherinnen und Taucher können sich ab sofort beim Ausbildungsteam melden. Die Teilnehmerzahl ist aus Gründen des Fischbestands – und der Grillkapazität – begrenzt.
An den letzten beiden Donnerstagen wurde es ernst im Wahnbad: 15 Mitglieder der TSG Porz haben sich einer intensiven Überprüfung ihrer Fähigkeiten gestellt – mit dem Ziel, ihr Rettungsschwimmabzeichen in Silber aufzufrischen.
Diese Qualifikation ist für unseren Verein von zentraler Bedeutung. Einerseits ist sie Voraussetzung dafür, dass wir unsere zweimal wöchentlichen Trainings im Wahnbad durchführen dürfen. Andererseits geht es um etwas viel Wichtigeres: Sicherheit – für uns selbst und für andere.
Denn egal ob im Training, bei Vereinsfahrten oder an heimischen Seen – im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Praxis, die es in sich hat Die Anforderungen sind alles andere als ein Spaziergang. Auf dem Programm standen unter anderem:
Zeitschwimmen – mit (siehe Bild) und ohne Kleidung
25 Meter Streckentauchen
Erlernen der verschiedenen Befreiungs- und Transportgriffe
Rettung aus der Tiefe
Abschleppen von erschöpften oder bewusstlosen Personen
sowie – für den einen oder anderen mit besonderem Respekt – der Sprung vom 3-Meter-Turm 😉
Den Abschluss bildet traditionell eine anspruchsvolle Kombi-Übung, bei der vom Rettungsgriff und Transportschwimmen, vom Rautek-Griff bis zur Herz-Lungen-Wiederbelebung alles abgerufen wird.
Theorie? Läuft. Natürlich gehört auch eine theoretische Prüfung dazu. Und auch wenn wir hier keine Namen nennen wollen: Nach aktuellem Kenntnisstand ist bei der TSG Porz noch niemand daran gescheitert, der über einen Funken gesunden Menschenverstand verfügt. 😉
Ehrenamt, das funktioniert Ein riesiges Dankeschön geht an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung gestellt haben.
15 Mitglieder sind nun wieder für die kommenden zwei Jahre bestens vorbereitet, um in Notsituationen schnell und richtig zu handeln.
Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch den Ausbilderinnen vom ASB – Arbeiter-Samariter-Bund,
Anja Kleiber, Friederike Otto und Evelyn Hinz!
Jahr für Jahr investieren sie ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihr Engagement, um unsere Mitglieder auszubilden und sicher durch die Prüfungen zu begleiten – und das mit großer Kompetenz und viel Geduld.
Fazit Was hier geleistet wurde, ist ein starkes Beispiel dafür, wie Vereinsleben und Ehrenamt bei der TSG Porz funktionieren: engagiert, verantwortungsvoll und mit dem klaren Ziel, füreinander da zu sein.
Vielen Dank an alle Beteiligten – und gut zu wissen, dass wir im Ernstfall vorbereitet sind.
Es gibt Wochenenden, die prägen. Für zwei Taucher der TSG Porz, Stefan und Philip, stand am vergangenen Wochenende eines dieser besonderen Erlebnisse an: die Teilnahme am Aufbaukurs „Tauchsicherheit und Rettung + medizinische Praxis“ (AK TSR+MED) des VDST, organisiert vom Hessischen Tauchsportverband. Ein Kurs, der nur selten angeboten wird, und entsprechend groß war die Vorfreude.
Theorie trifft Praxis – clever vorbereitet
Los ging es bereits am Dienstag – allerdings virtuell. Ein erstes Kennenlernen und die Einführung in die Theorie per Online-Meeting waren nicht nur praktisch, sondern auch eine brillante Idee: So blieb am Wochenende mehr Zeit für das, was alle am meisten reizte – die Praxis im und am Wasser.
Am Samstagmorgen startete der eigentliche Kurs. In aller Herrgottsfrühe machten sich die beiden Porzer auf den knapp 90-minütigen Weg nach Schönbach in Hessen, wo der Verbandssee des HTSV als Übungsrevier diente. Die Atmosphäre war vom ersten Moment an etwas Besonderes: Geräte- und Apnoetaucher aus allen Landesteilen, vom frischen Einsterner bis hin zum erfahrenen TL3, fanden sich zusammen, vereint durch die Lust am Lernen und die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Von AED bis Wenoll-System – Lernstationen an Land
Nach einem kurzen Theorieteil, unter Anderem auch mit dem Thema Apnoesicherheit verteilten sich die Teilnehmenden auf eine Reihe von Lernstationen, die von insgesamt acht engagierten Ausbilderinnen und Ausbildern betreut wurden. Das Spektrum reichte von der Handhabung des AED, über Herz-Lungen-Wiederbelebung und stabile Seitenlage, Einstieg und Rettung in ein Schlauchboot, Knotentechniken für Seilbergungen bis hin zum Umgang mit Sauerstoffrucksack und Wenoll-System.
Die Stimmung war konzentriert, aber gleichzeitig locker – kein Frontalunterricht, sondern aktives Mitmachen, Ausprobieren und Wiederholen. Zwischendurch lockerte eine gemeinsame Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein die Köpfe, und es entwickelte sich sofort reger Austausch über Taucherlebnisse, Materialtipps und alles, was uns sonst noch unter die Maske kam.
Rein ins Wasser – Szenarien im Rotationsprinzip
Am Nachmittag hieß es dann: ab in die Neoprenanzüge und ran an die ABC-Ausrüstung. In Kleingruppen von maximal vier Personen wurden unterschiedlichste Szenarien trainiert. Rettungsgriffe, das Ziehen und Schieben eines Tauchopfers oder der richtige Umgang mit Knotentechnik im Wasser – alles durfte ausprobiert werden. Dank der guten Organisation lief die Rotation zwischen den Stationen wie am Schnürchen, und so konnten alle viel ausprobieren und wertvolle Erfahrungen sammeln.
Nach einem intensiven Tag folgte am frühen Abend der gemütliche Teil: Grillen, Fachsimpeln und viele neue Bekanntschaften. Die Atmosphäre war, wie man sie sich wünscht: herzlich, offen, voller Fachgespräche – und natürlich auch mit der einen oder anderen Taucheranekdote garniert.
Sonntag: Prüfungszeit im See
Der Sonntag stand im Zeichen der Praxistauchgänge. Der erste Tauchgang diente dem „Warmwerden“ mit dem See und den Buddies, aber auch schon ersten Übungen: das Bergen eines bewusstlosen Tauchers aus der Tiefe oder das Setzen einer zweiteiligen Boje. Besonders hilfreich: der gegenseitige Geräte-Check, bei dem man sich mit der Ausrüstung des Tauchpartners vertraut machte und auch hier und da noch an einigen Stellschrauben drehen konnte.
Dann kam die Königsdisziplin: der Prüfungstauchgang. Aufgabe war es, einen bewusstlosen Taucher aus rund 18 Metern Tiefe an die Oberfläche zu bringen, ihn über etwa 200 Meter bis zum Ausstieg zu transportieren, dabei eigene und fremde Ausrüstung abzulegen und die Rettungskette einzuleiten – inklusive AED. Hier wurde natürlich kein lebender Kollege unter Strom gesetzt, sondern auf die altbewährten Trainingspuppen „Rescue-Anne“ und „Rescue-Ronnie“ zurückgegriffen.
Alle meisterten die Aufgaben mit Bravour – und waren entsprechend erleichtert, als am Ende die „virtuelle Sirene“ des nahenden Rettungsdienstes das Szenario beendete.
Dank, Respekt und eine Empfehlung
Ein Wochenende voller Input, körperlicher Anstrengung, aber auch jeder Menge Spaß ging zu Ende. Die beiden TSG-Taucher waren sich einig: selten so viel gelernt, ausprobiert und gelacht in so kurzer Zeit.
Ein großes Dankeschön geht an Kursleiter Dominik Kalbfleisch und das gesamte Ausbilderteam des HTSV, an Ulrich Bachmann für die wertvollen Tipps und an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus ganz Deutschland. Ganz besondere Erwähnung verdient auch Stefan – Buddy, Versuchskaninchen, Mutiger, der sich beim Zerschneiden von Neoprenanzügen mit Scheren, Messern und eezy-cuts für die Demonstration opferte. Bilder dazu sprechen Bände. 😉
Fazit: Pflichtprogramm für jede Taucherkarriere
Was bleibt? Die Erkenntnis, dass dieser AK „Tauchsicherheit und Rettung“ zu den wichtigsten und sinnvollsten Bausteinen in der Tauchausbildung gehört – für Anfänger wie für Profis. Er vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch Sicherheit und Souveränität im Ernstfall.
Oder, um es mit den Worten des noch frischen Einstern-Autors zu sagen: „Das war eine der prägendsten Erfahrungen meiner bisherigen Taucherkarriere. Und wenn ich das sage – dann heißt das was!“ 😅
Dringende Empfehlung: Wer die Möglichkeit hat, sollte diesen Kurs unbedingt belegen – auch außerhalb Hessens.
Aber wer glaubt, dass das auch schon alles war für dieses Wochenende, Pustekuchen!
Zeitgleich stand das Landesjugendtreffen des TSVNRW am Möhnesee im Kalender, zu dem die TSG Porz Jugendabteilung in voller Mannschaftsstärke anreiste, aber dazu mehr im nächsten Artikel.
Nach dem erfolgreichen Aufbaukurs Orientierung am Wochenende zuvor, stand für unsere motivierten Taucherinnen und Taucher bereits der nächste Ausbildungsschritt auf dem Programm: der Aufbaukurs Gruppenführung – ein essenzieller Bestandteil auf dem Weg zum selbstständigen und verantwortungsvollen Tauchen.
Am Freitagabend, dem 23. Mai 2025, traf sich die Gruppe erneut im Vereinsheim der TSG Porz, um den theoretischen Teil des Kurses zu absolvieren. Referentin Desirée Stäbler überzeugte mit einem kurzweiligen und anschaulichen Vortrag über fortgeschrittene Kommunikation, Führungstechniken unter Wasser und die Rolle eines Tauch-Gruppenleiters. Ihre Erfahrung und ihr humorvoller Stil machten selbst komplexere Inhalte zugänglich und praxisnah.
Im Anschluss wurden – fast schon routiniert – die Tauchflaschen gefüllt, denn das Wochenende stand ganz im Zeichen der praktischen Übungen. Jeder Kursaspirant führte ein vollständiges Briefing und De-Briefing durch und übernahm während eines Tauchgangs die Führung einer Vierer-Gruppe.
Ein Teil der Gruppen absolvierte die Tauchgänge am Fühlinger See, während sich andere auf den Weg ins niederländische Panheel gemacht haben – unter anderem auf der Suche nach dem berühmten Minion, der dort in den Tiefen auf neugierige Taucher wartet.
Der Minion und das Piratenschiff wurden auch gefunden, standen aber leider für das Beweisfoto leider nicht zur Verfügung …
Als Kompensation hier ein kleines Symbolfoto *zwinkersmilie. 😉
Besonderer Einsatz unserer Ausbilder
Besonders hervorzuheben ist erneut die Hingabe und das Engagement unserer Tauchlehrerinnen und Tauchlehrer. Im Frühjahr ist die Ausbildungssaison in vollem Gange – und entsprechend ist unser Ausbilderteam rund um die Uhr gefragt.
Während zeitgleich die Aufbaukurse begleitet werden, läuft auch die Einstern-Ausbildung weiter auf Hochtouren.
So traf man am vergangenen Samstag am Fühlinger See unter anderem auch auf Daniel, der mit viel Geduld und Fachkenntnis zwei neue Mitglieder auf dem Weg zu ihrem ersten Stern unterstützte.
Auch Stefan und Andreas waren direkt nach Ende des Aufbaukurses sofort wieder im Einsatz für die Einstern-Ausbildung und konnten an diesem Wochenende ebenfalls neue Bronze-Taucher in unseren Reihen bekanntgeben.
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Ausbilder – euer Einsatz, eure Leidenschaft und eure Zeit sind der Grundstein für die Qualität und Gemeinschaft unseres Vereins.
Und: Große Freude über den Zuwachs in unserer TSG-Tauchsport-Gemeinde!
Wir freuen uns schon auf die nächsten Ausbildungswochen, neue Gesichter im Wasser – und viele weitere gemeinsame Tauchgänge.
Gut Luft Eure TSG Porz
Fotos: Daniel Prill, Philip Behrends, Andreas Bergsch; Text: Philip Behrends
Vom 16. bis 18. Mai 2025 wagten sieben unserer motivierten Einstern-Taucher den nächsten Schritt auf dem Weg ihrer Tauchausbildung: der Aufbaukurs Orientierung stand auf dem Programm – ein wichtiger Baustein, um sich auch unter Wasser sicher zurechtzufinden.
Der Kurs startete am Freitagabend mit einer theoretischen Einführung im Vereinsheim. Kursleiter Andreas Bergsch führte die Gruppe mit viel Humor, Erfahrung und seiner lockeren Art durch den manchmal etwas trockenen Theorieteil.
Für ein bisschen Abwechslung sorgte eine praktische Übung – auf dem Parkplatz vor dem Vereinsheim wurde das erste Mal mit Kompass navigiert, wenn auch noch trocken.
Am Samstag ging es dann an den Fühlinger See, wo die ersten beiden Tauchgänge zur Orientierung absolviert wurden. Die Bedingungen waren sportlich: Parallel fand eine Junioren-Ruder-Regatta statt, und gefühlt 555 Ruderboote kreuzten ununterbrochen das Tauchrevier.
Doch gerade dadurch wurde die Übung zum Setzen einer Boje zu einer besonders wertvollen Erfahrung – Sicherheit geht vor, und die Gruppe meisterte die Herausforderung souverän.
Für die abschließenden Tauchgänge am Sonntag wurde der Standort gewechselt: Es ging an den Goldberger See bei Dormagen, wo die Bedingungen deutlich ruhiger waren.
Gesprächsthema Nummer eins war natürlich zunächst die Vorabend-Veranstaltung des ESC, über die Wertung der einzelnen Künstler wollen wir hier den Mantel des Schweigens breiten.
Anschließend konnten die Teilnehmenden ihr frisch erworbenes Wissen in der Praxis unter Beweis stellen, die noch fehlenden zwei Tauchgänge zur Brevetierung meistern und den Kurs erfolgreich abschließen.
Ein großes Lob an alle Teilnehmenden für ihr Engagement und Durchhaltevermögen bei doch für Neopren noch recht sportlichen Wassertemperaturen – und ein herzliches Dankeschön an die beteiligten Tauchlehrer Andreas, Daniel und Stefan für die hervorragende Kursleitung!
Besonders dankbar auch noch einmal zu erwähnen die mentale Unterstützung und kulinarische Betreuung der „Landmannschaft“, bestehend aus den Eltern der meisten teilnehmenden jugendlichen Kursteilnehmer. Vielen DANK!!
Wir gratulieren den frisch gebackenen Orientierungstauchern und freuen uns schon auf die nächsten Schritte auf eurem Ausbildungsweg, am heutigen Freitag geht es ja schon weiter mit dem Aufbaukurs Gruppenführung.