Jahreshauptversammlung 2017

Traditionell im März hielt der TSG Porz seine jährliche Jahreshauptversammlung in seinem Vereinsheim am Wahnbad ab. Mehr als 30 Mitglieder fanden sich hierzu ein.

Nach der Begrüßung ehrte der Vorsitzende, Karl-Heinz Michels, langjährige Vereinsmitglieder: Giesela Clemens, Toni Schuch-Clemens. und Niclas Engels. für jeweils 25 Jahre, Rolf Höse und Heinz Neumann für 40 Jahre sowie Franz Zahr und Jürgen Bierbrauer für 50 Jahre, insgesamt also 255 Jahre Vereinszugehörigkeit.

Begleitet von viel Applaus der Mitglieder berichtete der Vorstand über die vielfältigen, gut besuchten und gelungenen Veranstaltungen des vergangenen Jahres rund um den Tauchsport: An-/Abtauchen und ein Sommertauchevent am Widdauer See, das Sommerfest, Ostereier- und Schatzkistentauchen, Grillabende nach dem Training, Jahresabschlußfeier und die Karnevalsfeier am vergangenen Karnevalssamstag am und im Vereinsheim, die Jugendfahrt ans Grevelinger Meer, NL und nicht zuletzt, die beiden Vereinsfahrten nach Tamariu, E. Hierbei wurden auch die Investitionen in die Vereinstrainer-, Trainer-C- und Tauchlehrer-Ausbildung, Sidemount, NITROX-Füllmöglichkeit, Flaschenprüfungen durch den TÜV und der neue Gasgrill für die Erweiterung der Möglichkeiten des Vereins angeprochen.

Auch für das Jahr 2017 sind bereits Ausbildungs- und Vereinsfahrtenfahrten (u.a. Dietz, Sauertalsperre und Skottevik, DK) geplant.

Alle Vorstandsmitglieder dankten den Organisatoren und vielen Helfern aus der zweiten und dritten Reihe, ohne die ein angenehmes Vereins(er)leben und solche Veranstaltungen nicht so erfolgreich und reibungslos durchzuführen wären. Die Kassenprüfung testierte dem Kassenwart und dem Vorstand eine einwandfreie Kassenführung und empfahl die Entlastung, die auch ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung erfolgte.

Turnusgemäß waren der stellvertretende Vorsitzende, der Kassenwart und der Ersatzkassenprüfen neu zu wählen. Ohne Gegenstimmen, bei wenigen Enthaltungen wurde Alexander Monz zum stellvertretenden Vorsitzenden, Wiland Kling zum Kassenwart und Claudia Lanvermann zur Ersatzkassenprüferin gewählt.

Der nun ehemalige stellvertretende Vorsitzende Lars Linden, mit einer ununterbrochenen Amtszeit von über 16 Jahren, und der bisherige Kassenwart Fritz Schwarz mit einer Amtszeit von 17 Jahren, ließen die Vergangenheit und Ihre Errungenschaften Revue passieren: Erweiterung der Wasserzeiten auf den zweiten Trainingsabend am Dienstag, das 50 jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2012, der neue Kompressor und die recht stabilen Mitgliedszahlen von etwa 200 Mitgliedern.

Beide wiesen daraufhin, dass insbesondere die gute Stimmung im Verein wesentlich zu ihrer Motivation zum Engagement im Ehrenamt beigetragen hätten, dass es aber nach so langer Zeit auch Zeit wäre, Platz für neue, andere Ideen zu machen, auch um der Gefahr einer Verkrustung vorzubeugen. Sie bedankten sich für die Mitarbeit der vielen ehrenamtlich und anderweitig tätigen Helfer, ohne die die Vereinsarbeit im TSG in dieser Form nicht möglich wäre. Sie freuten sich darauf, sich nun, mit mehr Zeit, wieder dem taucherischen Teil des Vereins widmen zu können und ggf. aus der zweiten Reihe zu unterstützen.

Der Vorsitzende, Karl-Heinz Michels, bedankte sich bei den ehemaligen Vorstandsmitgliedern für ihr außerordentliches und langjähriges Engagement in der ersten Reihe und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit, beglückwünschte die neu Gewählten zu Ihrem Amt und begrüßte sie im Vorstand. Die Jahreshauptversammlung endete harmonisch deutlich vor 23 Uhr und mündete in vielfältige Gespräche zwischen den Mitgliedern.

Jahreshauptversammlung 2017

Im Foto von links nach rechts: Rölf Höse, Niclas Engels, Franz Zahr, Jürgen Bierbrauer, Giesela Clemens, Toni Schuch-Clemens, Heinz Neumann

Vereinsfahrt nach Skottevig

Meeresbiologische Exkursion in die Schären Südnorwegens

Als Werner sich im Frühjahr anbot, für Oktober eine Tauchfahrt nach Südnorwegen zu organisieren, fragten sich viele, was denn da zu sehen sei und ob die Temperaturen nicht doch einen Trockenanzug erforderten. Viele zweifelten daran, dass gerade im Oktober die Wassertemperaturen in allen tauchbaren Tiefen zwischen 14° und 16° C liegen und dass die Farbenpracht und der Reichtum an Lebewesen beeindruckend sein würde. 

So machten sich leider nur 9 Taucher unter Werners fachkundiger Leitung auf, um zwischen dem 28. September und 4. Oktober die norwegischen Schären an unterschiedlichen Tauchplätzen und zu unterschiedlichen Tageszeiten zu erkunden.

Um es vorwegzunehmen: es war eine runde Sache. Unterkunft, Wetter, Tauchplätze und unser Arbeitsraum machten die Zeit zu einer erlebnisreichen Woche, die uns viel neue und bleibende Eindrücke vermittelte.

Gleich nach der Ankunft und nachdem die Wohnungen bezogen waren stürzten sich die ersten am Sonntagnachmittag ins Wasser und erkundeten den vor der Anlage gelegenen Tauchplatz.  Schnell war klar, dass direkt vor unseren Unterkünften eine sehr abwechslungsreiche und vielfältige Unterwasser-landschaft auf uns wartete. Ausgedehnte Seegraswiesen, mit einer Unzahl von Kleinfischen, Seesternen, Seescheiden, Seenelken und Seerosen im flacheren Bereich wurden von ausgedehnten „Kelbwäldern“ mit einer ebensogroßen Artenvielfalt in 10 bis 15 m Tiefe abgelöst. Ausgewaschene Felsen mit großen und kleinen Spalten fielen in unmittelbarer Nähe unserer Anlage bis über 20 m ab, um dann in Sand und Geröllboden überzugehen, wo man wiederum genau hinschauen musste um die artenreiche Tierwelt zu endecken.

In den folgenden Tagen standen täglich zwei oder drei Tauchgänge auf dem Programm, um die Unterwasserwelt zu erkunden. Dabei wurden von der Basis  auch Ausfahrten ins Umfeld und zu  zwei Wracks darunter die Seattle unternommen. Immer gab es im Anschluss etwas zu berichten, Fotos auszuwerten und mitgebrachtes Lebend-material, das in Aquarien untergebracht wurde, zu beobachten. Mit Hilfe der Binokulare und der reichlich zur Verfügung stehenden Fachliteratur wurden Tiere und Pflanzen bestimmt und viel Neues über den Lebensraum und die Lebensweise gelernt. Werner führte uns in zwei Vorträgen in die Besonderheiten dieser Landschaft zwischen Atlantik und Ostsee ein und erläuterte sehr Anschaulich die Bedingungen unter denen sich hier das Leben abspielt. Da wir mit dem Auto angereist waren, durch Norddeutschland auch keine Pässe überwunden werden mussten, konnte praktisch bis zur letzten Minute getaucht werden. Nicht alle nutzten dies aus, da die Anstrengungen der Woche doch zu spüren waren.

Nach einer erlebnisreichen und beeindruckenden Woche ging es dann am 4. Oktober zuerst mit der Fähre und dann mit den Autos wieder Richtung Köln.

Sicherlich wird in nächster Zeit ein Präsentationsabend auch für die übrigen Mitglieder eine Gelegenheit bieten, sich über diese gelungene Fahrt zu informieren. Abschließend noch ein ganz herzliches Dankeschön an Werner, der diese Fahrt möglich gemacht hat.